Skip to content

Einladung zur Diskussionsveranstaltung mit Thema:

Volksbewegungen gegen die Aggression und die Armutspolitik der EU in Osteuropa und am Balkan

Die Aufstände gegen die Regierungspolitik in vielen Ländern Osteuropas und des Balkans haben nun nach mehreren Jahren weniger Protesten stattgefunden. Sie können als Folge der internationalen Krise des Imperialismus gesehen werden. Die Probleme sind überall die gleichen: Arbeitslosigkeit, Lohnkürzungen, Rezession, Teuerung, Korruption… Immer wieder und immer öfter gehen die Völker Ostereuropas und des Balkans auf die Straße, streiken und demonstrieren.

Im März 2011 haben in Kroatien große Demonstrationen gegen die im Namen des EU-Eintritts des Landes durchgeführten Sparmaßnahmen stattgefunden und forderten den Rücktritt der Regierung.

In unserem Nachbarland Ungarn hat es im letzten Jahr mehrere Proteste gegen die neue antidemokratische Verfassung der konservativen Regierung gegeben.

Anfang des Jahres haben hunderttausende Leute in Bulgarien gegen das Monopol der ausländischen Stromanbieter und die damit einhergehende Steigerung des Strompreises demonstriert. Diese großen Demonstrationen haben den Sturz der Regierung gebracht, trotz der darauf folgenden neuen Regierung haben die Bulgaren gegen Armut, niedrigen Löhne und Korruption weiter demonstriert.

  •  Wie sind die EU und der IWV in der politischen und ökonomischen Lage in diesen Ländern beteiligt?
  • Was ist die Rolle des österreichischen Kapitals in diesen Ländern?
  • Was sind die Eigenschaften und Perspektive dieser Kämpfe und was können wir davon lernen?

Diese und andere Themen wollen wir diskutieren.

Nach der Diskussion gibt es ein kulturelles Programm mit Videos und Musik aus der Region.

Anschließend machen wir ein Solidarisierungsfest.

Freitag 28. Juni 19:00

Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 (nähe U3 Volkstheater)

Großer Saal (Erdgeschoss)

Advertisements

Einladung zum Lesekreis mit Thema:

Imperialismus, proletarischer Internationalismus und antiimperialistisher Kampf

Nach unserem ersten Lesekreis über das epochemachende Werk von Lenin „Imperialismus, das letzte Stadium des Imperialismus“ findet der zweite Abschnitt unseres Lesekreises staat.

Diesmal sprechen wir über Texte, die über die „Liga gegen den Imperialismus“ geschrieben wurden. Die „Liga gegen den Imperialismus“ war eine internationale Frontorganisation, die im Jänner 1927 in Brüssel mit einem antikolonialistischen und antiimperialistischen Program gegründet wurde.

Was waren die Ziele und die Ereignisse dieser damaligen Massenlinieorganisation? Was sagen uns die Texte heute? Unter anderem darüber wollen wir diskutieren.

Die Texte kann man von unserer Webseite herunterladen.

Kommen Sie

am Montag, 17.6 und am Montag 24.6 um 19h

in Amerlinghaus, Raum 3

in der Stiftgasse 8 (U3 Volkstheater)

und diskutieren Sie mit.

Solidarisierung mit dem Aufstand des türkischen Volks!

Ein Funke war genug! In der Türkei war dieser Funke die Zerstörung des Gezi Parks und eines Kulturzentrums, die durch ein Einkaufszentrum und eine Moschee ersetzt werden. Der Aufstand des türkischen Volks hat mit der populären Occupy-Aktion – Besetzung des Parks gegen die Pläne der Regierung angefangen und sich rasch zu einem der größten Aufstände gegen die Erdogan-Regierung entwickelt. Dieser Park ist ein Teil des Taxim Platzes und stellt ein wichtiges Symbol für die Linke und die Volkskämpfe in der Türkei dar. Die türkische Regierung hat sich entschieden, die Besetzer rauszuschmeißen, um ihre Pläne fortsetzen zu können. Diese Polizeiaktion hat große Demonstrationen und Aufstände in mehreren Städten in der Türkei ausgelöst.

Diese Tatsache war jedoch nur ein Anlass, da die Ursachen des Aufstands tiefer sind. Es geht nicht nur um den Park und den Bau des Einkaufszentrums. Es geht hauptsächlich um die schlechten Lebensbedingungen des türkischen Volks, die das „Wirtschaftswunder“ vom IWV verursacht hat. Dieses Wirtschaftswunder ist das Ergebnis der jahrelangen Unterdrückung des türkischen Volks von einem faschistischen Staat, der im Namen der Entwicklung und der Überwindung der Krise und der Schulden, die IWV gehorsam bedient hat. Der „Erfolg“ der türkischen Regierung, die Staatsschulden abzuzahlen ist nur auf Kosten des türkischen Volks passiert und basiert auf dem Terror gegen die Volksbewegung und die Widerstandsbewegung des kurdischen Volkes. In der „demokratischen“ Türkei sind mehrere linke Organisationen als illegal und terroristisch bezeichnet, viele Kämpfer, die sich gegen die Regierung äußern werden verhaftet, gefoltert und ins Gefängnis gesteckt.

Das türkische Volk und besonders die Arbeiterklasse haben also mehrere Gründe, empört zu sein: die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen, ihre Verarmung, die Faschisierung ihres Lebens, die brutale und gewaltsame Intervention der Polizei gegen die Demonstranten. Seit mehreren Tagen demonstrieren Hunderttausende Leute in Istanbul, am Taxim Platz und in anderen türkischen Städten, tagtäglich kommt es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die mit Schlagstöcken, Tränengas, Wasserwerfern, Pfeffersprays und brutaler Gewalt die Demonstranten angreifen, sowie die Streiks der ArbeiterInnen. Mehr als 1.500 Personen wurden verhaftet, es gibt bis jetzt 1.000 Verletzte und mindestens 3-4 Toten.

Viel wurde gesagt und geschrieben über die letzten Entwicklungen in der Türkei: Dass es ein Versuch der Oppositionellen (Kemalisten) ist, das Volk in ihren Widersprüchen mit der Regierung (Islamisten) einzumischen. Dass es eine indirekte Intervention der Imperialisten (USA und EU, wo auch der österreichische Imperialismus dabei ist) ist, damit Erdogan unter Druck gesetzt wird. Es ist sicher, dass sowohl die Kemalisten, als auch die imperialistischen Kräfte den Kampf unter Kontrolle bringen wollen, um ihre eigene Interessen und Pläne bedienen zu können. Es ist der Volkskampf unter Führung der Arbeiterklasse den sie fürchten, denn nur dieser wird die Volksmassen zur Neuen Demokratie führen. Die Herrschenden versuchen zu Verhindern, dass die ArbeiterInnen eine führende Rolle einnehmen, es ist gut für sie, wenn die Proteste ohne klare politische Ausrichtung, mit dem Ziel des Sturzes des Systems, der Großbourgeoisie und Imperialisten geführt werden.

Die Ausbeuter der Völker sind aber nicht unbesiegbar! Darum ist für uns eine Sache am Wichtigsten: dass das türkische Volk sich erhebt, dass es mit Entschlossenheit gegen den Staatsterror, für seine Rechte, sein Leben und die Neue Demokratie kämpft. Die linken und demokratischen Kräfte müssen diese Bewegung mit aller Kraft unterstützen. Sie müssen auch den wichtigen Kampf gegen die Pläne der türkischen Bourgeoisie und der Imperialisten, den Kampf unter Kontrolle zu nehmen, um ihre Widersprüche zu lösen, führen. Wir solidarisieren uns mit den Kämpfern und Kämpferinnen in der Türkei und verurteilen die Polizeigewalt und den faschistischen Angriff des türkischen Staats!

Wir rufen alle demokratischen und revolutionären Kräfte in Österreich dazu auf, sich zu solidarisieren. Der österreichische Imperialismus spielt ebenso eine Rolle bei der Unterdrückung des kurdischen und türkischen Volkes, daher müssen wir unsere Solidarität als Widerstand im eigenen Land gegen den Imperialismus aufbauen. Proletarischer Internationalismus bedeutet den Kampf im eigenen Land zu stärken! Proletarischer Internationalismus bedeutet mit unseren GenossInnen, FreundInnen und KollegInnen aus der Türkei/Nordkurdistan auch in dieser Bewegung Schulter an Schulter gegen Faschismus und Imperialismus zu kämpfen! Kampf einem bürgerlichen Internationalismus der das Wort Solidarität nur auf den Lippen trägt – Kampf dem Trotzkismus, Revisionismus und Anarchismus!

Sieg des Kampfes des türkischen Volks!

 Gegen die Polizeigewalt und den faschistischen türkischen Staat!

 Wir fordern, dass Polizei und Regierung für die Morde an den DemonstratntInnen bestraft werden muss!

 Freilassung der politischen Gefangenen in der Türkei!

 

GefiraTourkia kokkino pb-130531-istanbul-protest-nj-04.photoblog900 pb-130531-istanbul-protest-nj-10.photoblog900 ΤΟΥΡΚΙΑ 1062013 (22)

Tausende Leute auf den Demonstrationen und Polizeigewalt
 
Mehr Fotos und Videos von den Demonstrationen in der Türkei: http://occupygezipics.tumblr.com/

Antwort der maoistischen Kräfte auf „Salwa Judum“ und „Operation Green Hunt“

Am 25 Mai 2013 ist im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh ein Konvoi der regierenden Kongresspartei in einen Hinterhalt von maoistischen Partisanen geraten. Unter den Toten seien der Kongress-Chef des Bundesstaates und der verhasste Gründer von Salva Judum, Mahendra Karma.

Die Medien haben den Angriff als terroristische Aktion übermittelt. Der Premierminister Manmohan Singh hast festgestellt: „Diejenigen, die in diesem barbarischen Angriff ihr Leben verloren haben, sind Märtyrer der Demokratie“. Für das indische Volk und die maoistischen Kämpfer war es eine Antwort auf den Terror, die brutalen Morde und die Gewalt des indischen Staats.

Wir veröffentlichen die Stellungnahme von Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch), die wir auf der folgenden Webseite gelesen haben: http://revolutionaryfrontlines.wordpress.com/2013/05/30/india-maoist-statement-on-the-elimination-of-death-squad-salwa-judum-and-anti-people-op-green-hunt-leaders/.

India: Maoist Statement on the Elimination of death-squad “Salwa Judum” and anti-people “Op. Green Hunt” Leaders

COMMUNIST PARTY OF INDIA (MAOIST)

DANDAKARANYA SPECIAL ZONAL COMMITTEE

May 26, 2013

Elimination of fascist Salwa Judum leader Mahendra Karma: Legitimate response to the inhuman atrocities, brutal murders and endless terror perpetrated on the Adivasis of Bastar!

Attack on top Congress leaders: Inevitable reprisal to the fascist Operation Green Hunt being carried on by the UPA government hand in glove with various state governments!

On May 25, 2013, a detachment of the People’s Liberation Guerilla Army conducted a massive attack on the 20 plus vehicles convoy of Congress party which resulted in wiping out of at least 27 Congress leaders, activists and policemen including Mahendra Karma, the bitter enemy of the oppressed people of Bastar and Nand Kumar Patel, president of the Congress’ state unit. It took place when the Congress party leaders were touring in Bastar region as part of their ‘Parivartan Yatra’ program (i.e. March of Change) keeping their eye on forthcoming assembly elections. At least 30 others also were injured in this attack including ex-central minister and veteran Congress leader Vidya Charan Shukla. The dog’s death of Mahendra Karma, notorious tyrant, murderer, rapist, robber and maligned as corrupt, in this historic attack has created a festive atmosphere in entire Bastar region.Former state home minister Nand Kumar Patel was also had the history of suppressing the people. It was in his tenure, paramilitary force (CRPF) was deployed in Bastar region for the first time. It was also not hidden from anyone that the former central minister VC Shukla who had been in various portfolios including Home ministry, was also a people’s enemy who had acted as a loyal servant of imperialists, comprador bureaucratic bourgeoisie and landlords and had played a key role in formulating and implementing exploitative government policies. The goal of this attack was mainly to eliminate Mahendra Karma and some other reactionary Congress top leaders as well. However, during this massive attack some innocent people and some lower level Congress party activists who were in fact not our enemies, were also killed and injured caught in the two-hour long gun battle that ensued between our guerrilla forces and the armed police forces. Dandakaranya Special Zonal Committee of Communist Party of India (Maoist) regrets for this and expresses condolence and sympathy to the families of the bereaved.

Dandakaranya Special Zonal Committee of Communist Party of India (Maoist) takes absolute responsibility for this attack. We send our revolutionary greetings to the PLGA commanders who led this daring ambush, to the red fighters who contributed in this success, to the people who took part in it by lending active support and to the entire revolutionary masses of Bastar region. This attack has once again proved the historic fact that those fascists who perpetrate violence, atrocities and massacres on the people, will never be forgiven and they would inevitably be punished by the people.

The so-called tribal leader Mahendra Karma was born into a feudalmanjhi family. Both his grandfather Masa Karma and father Bodda Manjhi were notorious harassers of the people in their times and were acted as trusted agents of colonial rulers. His family’s entire history is known of inhuman exploitation and oppression of Adivasis. Mahendra Karma’s political life was started in 1975 as a member of AISF while he was studying the law. He was elected as MLA from CPI first in 1978. Later in 1981, when he was denied ticket by CPI, he joined Congress. In 1996, he had gone with a breakaway faction of Madhavrao Scindhia and became member of Indian Parliament as an independent candidate. Later he rejoined the Congress party.

In 1996, a massive movement took place in Bastar demanding the implementation of Sixth Schedule. Though mainly CPI had led that movement, our party – it was CPI (ML) [People’s War] then – also took active part in that movement mobilizing the masses on a large scale. But Mahendra Karma took bitter stand against that movement proving himself as representative of the selfish urban business people, who had come to Bastar as settlers and had accumulated massive wealth. Then only his anti-adivasi and pro-comprador nature was clearly exposed before the people. Since the 1980s, he had strengthened the bonds with big business and capitalist classes in Bastar.

Then in 1999, Karma’s name was exposed in a big scam called ‘Malik Makbuja’. A Lokayukta report revealed that in the period of 1992-96, Mahendra Karma hand in glove with timber black-marketers had made millions of rupees by cheating adivasi people and colluding with revenue and forest officials and the district collector. Though a CBI probe was ordered into this scam, nothing harm was done to the culprits as always happen.

Mahendra Karma was minister of jails in undivided Madhya Pradesh. Later became industries and commerce minister in Ajit Jogi’s government when Chhattisgarh state was carved out of it. At that time a forceful land acquisition took place in Nagarnar for the proposed steel plant by Romelt/NMDC. While the local people refused to give up their lands, Mahendra Karma took stand against the people and in favor of the capitalists. He played a key role in forcibly taking away the lands by suppressing the people with support of brutal police force. The people who lost their lands in Nagarnar received neither compensation nor the employment as government had promised till now. They were forced to disperse.

From the very beginning, Mahendra Karma stood as an arch enemy of the revolutionary movement. The reason is clear – hailed from a typical feudal family and ‘grown up’ as an agent of big business and bourgeois classes. The first Jan Jagaran (‘awareness’) campaign was launched in 1990-91 against the revolutionary movement. The revisionist CPI had participated in that counter-revolutionary campaign. Karma and many of his relatives belonged to the landlord classes had actively participated in it. The second Jan Jagaran campaign was launched in 1997-98 led by Mahendra Karma himself. This was started in Mahendra Karma’s own village Faraspal and its surrounding villages and spread up to Bhairamgarh and Kutru areas. Hundreds of people were tortured and arrested and sent to jails. Many an incidents of looting and setting fire to houses took place. Womenfolk were raped. However, under the leadership of our party and mass organizations people came together and strongly countered this counter-revolutionary onslaught. Within a short time, this campaign was defeated.

Later the revolutionary movement became more consolidated. Anti-feudal struggles were intensified in many areas. Landlords like Podia Patel, the brother of Mahendra Karma, and some close relatives of him were killed as part of mass resistance actions. In many villages the power of feudal forces and bad gentry was thrown out and the process of establishment of People’s Revolutionary Power organs began. The feudal forces including Mahendra Karma were very furious as their lands were redistributed among the poor and landless peasants and the customs like unjustly forcing the people to pay penalties to the landlords were stopped. They opposed the progressive changes like stopping of forced marriages of women, discouraging polygamy etc. also. And at the same time, the revolutionary movement was seemed as a hurdle by the corporate houses like Tatas and Essars who started their attempts to plunder away the natural resources of Bastar region. So, they naturally colluded with the counter-revolutionary elements like Mahendra Karma. They fed him with millions of coffers in order to create conducive atmosphere for their arbitrary depredations. On the other hand, after the emergence of CPI (Maoist) as a country-wide consolidated party as an outcome of the merger between the genuine revolutionary organizations, exploitative ruling classes intensified their counter-revolutionary onslaught in the guidance of the imperialists so as to crush the revolutionary movement. Thus, a brutal attack in connivance with the Congress and the BJP has started in Bastar region namely ‘Salwa Judum’. So many followers and relatives of Mahendra Karma like Soyam Muka, Rambhuvan Kushwaha, Ajay Singh, Vikram Mandavi, Gannu Patel, Madhukarrao, and Gota Chinna etc. emerged as key leaders of Salwa Judum.

One can hardly find any examples in the history to compare the severity of the devastation and barbarity caused by Salwa Judum to the lives of the Bastar people. It killed more than one thousand people in cold blood; torched 640 villages into ashes, robbed thousands of houses; ate or took away chickens, goats, pigs, etc.; forced more than two million people to be displaced; dragged more than 50 thousand people into state-run ‘relief’ camps. Thus the Salwa Judum became anathema to the people. Hundreds of women were gang raped. Many women were murdered after rape. Massacres took place in many places. The atrocities perpetrated on the people and havoc created by the hooligans of Salwa Judum, the police and paramilitary forces, especially the Naga and Mizo battalions crossed all limits. There were several incidents in which people were brutally cut into pieces before being dumped in rivers. Cherli, Kotrapal, Mankeli, Karremarka, Mosla, Munder, Padeda, Paralnar, Pumbad, Gaganpalli… in many villages people were killed en masse. Hundreds of tribal youth were recruited as SPOs and were turned into hardened criminals. Mahendra Karma himself led the attacks on several villages in the name of conducting meetings and marches. Many women were raped by the goons with the direct instigation of Mahendra Karma. He was directly involved in many incidents of burning the villages, torturing and murdering the people. Thus, in the minds of the people of Bastar, Mahendra Karma remained as an inhuman killer, rapist, dacoit and a loyal broker of the big capitalists. In entire Bastar people have been demanding our party and the PLGA for many years that he must be punished. Many of them came forward voluntarily to give active support in this task. There were also a few attempts, but due to petty mistakes and other reasons he was able to escape.

With this action we have taken revenge of over a thousand adivasis who were brutally murdered in the hands of Salwa Judum goons and government armed forces. We also have taken revenge on behalf of those hundreds of mothers and sisters who were subjected to cruelest forms of violence, humiliation and sexual assault. We have taken revenge on behalf of the thousands of Bastarites who lost their homes, cattle, chickens, goats, bald, pottery, clothing, grain, crops … everything and were forced to live a miserable life in subhuman conditions.

Immediately after this attack, Prime Minister Manmohan Singh, UPA Chairperson Sonia Gandhi, Chhattisgarh Chief Minister Raman Singh etc. dubbed this as an attack on democracy and democratic values. One wonders whether these pet dogs of exploiter classes have any moral qualification even to take the name of democracy! Of late, on May 17, when eight people including three innocent children were killed by police and paramilitary forces in Edsametta village of Bijapur district, then why did none of these leaders bother to think about ‘democracy’? Between January 20 to 23, when villages named Doddi Tumnar and Pidiya of Bijapur district were attacked by your forces who torched 20 houses and a school house run by the people, did your ‘democracy’ flourish there? Exactly 11 months ago, on the night of June 28, 2012 in Sarkinguda village, 17 adivasis were slaughtered and 13 women were gang raped.  Were those incidents a part of your ‘democratic values’? Does your ‘democracy’ only applicable to the mass murderers like Mahendra Karma and ruling class agents like Nand Kumar Patel? Whether the poor adivasis of Bastar, the elderly, children and the women come under the umbrella of your ‘democracy’ or not? Are the massacres of adivasis a part of your ‘democracy’? Do any of those who are shouting loudly against this attack have any answer for these questions?

By the end of 2007, Salwa Judum was defeated by the resistance of the masses. Then in 2009, Congress-led UPA-2 has unleashed a countrywide offensive by name Operation Green Hunt (OGH). The US imperialists are not only giving guidance and help and support, but by deploying their special forces in India they also are actively participating in counter-insurgency operations. They are giving emphasis on killing the Maoist leadership. The Union government has so far sent more than 50 thousand paramilitary forces to Chhattisgarh as part of ongoing OGH, i.e. ‘War on People’. As a result, there has been manifold increase in massacres and destruction. 400 adivasis were killed by central and state armed forces here in Bastar so far since 2009. From mid-2011, Army troops have been creating bases in Bastar region in the name of setting up ‘training schools’. Both Chidambaram and Shinde, the former and present home ministers, including PM Manmohan Singh have been eagerly rendering all support to the Chhattisgarh government and expressing full satisfaction over Raman Singh government’s performance in crushing revolutionary movement. Raman Singh too has been expressing his gratitude on every occasion for Centre’s help. Therefore, in Chhattisgarh, there are no differences between ruling BJP and opposition Congress in terms of policies of suppressing the revolutionary movement. Only due to public pressure, as well as to gain electoral benefits, some of the local leaders of the Congress at times came in condemnation of incidents like Sarkinguda and Edsametta massacres. Their opposition is sham which is nothing more than opportunism. Both Congress and BJP are same in implementing corporate friendly and oppressive policies. The frequent penetration of Greyhounds forces across the Chhattisgarh borders from Andhra Pradesh, and the mass murders it committed first in Kanchal (2008) and recently in Puwwarti (May 16, 2013) are part and parcel of the oppressive policies adopted and implemented by Congress party. That’s why we have targeted top leaders of Congress.

Today, Chhattisgarh Chief Minister Raman Singh, Home Minister Nankiram Kanwar, Ministers Ramvichar Netam, Kedar Kashyap, Vikram Usendi, Governor Shekhar Dutt, Maharashtra Home Minister RR Patil etc.; DGP Ram Niwas, ADG Mukesh Gupta and other senior officials of the police, who are hell-bent on crushing the revolutionary movement of Dandakaranya, are in the big illusion that they are unbeatable. Mahendra Karma also has kept the illusion that Z plus Security and bullet-proof vehicles would save him forever. In the history of the world, Hitler and Mussolini were in the same pride that no one could beat them. In the contemporary history of our country, the fascists like Indira Gandhi and Rajiv Gandhi also were victims of similar misgivings. But the People are invincible. People only are the makers of the history. Ultimately, a handful of exploiters and a few of their pet dogs will only be thrown in the dustbin of the history.

Dandakaranya Special Zonal Committee of Communist Party of India (Maoist) calls upon the workers, peasants, students, intellectuals, writers, artists, media persons and all other democrats to demand the governments to stop the OGH immediately; to withdraw all kinds of paramilitary forces from Dandakaranya; to give up the conspiracy of deploying the Army in the name of ‘training’; to put an end to the interference of Air Force; to release all the revolutionary activists and ordinary adivasis languishing in various jails immediately; to scrap the cruel laws like UAPA, CSPSA, MACOCA, AFSPA, etc.; to cancel the all those MoUs signed with the corporate houses with the aim of plundering the natural wealth of the country.

(Gudsa Usendi)

Spokesperson

Dandakaranya Special Zonal Committee

CPI (Maoist)

Am 1. Mai verstärken wir den antiimperialistischen Kampf der Völker!

Wir sind heutzutage mit der barbarischen und unpopulärsten Politik des imperialistischen-kapitalistischen Systems eingesetzt. Was bringt diese Politik? Abschaffung aller demokratischen Rechte und Errungenschaften der Volksmassen, Abbau von Sozialleistungen, Aufstieg der Arbeitslosigkeit, Verarmung und Elend für immer größere Teile der Gesellschaft, Fashisierung, imperialistische Kriege und Interventionen. Der Weltkapitalismus, in tiefer und anhaltender Wirtschaftskrise, zeigt uns sein brutales Gesicht. Die Schulden der Krise des kapitalistischen Systems werden auf die Arbeiterklasse und den Volksmassen abgewälzt. Sehr charakteristische Beispiele sind Spanien, Griechenland, Portugal und vor kurzem Zypern, deren Völker immer mehr Opfer bringen müssen (Lohnkürzungen, Sparpakete, usw.), damit die Banken und das große Kapital „gerettet werden“. Gleichzeitig verbreiten die großen imperialistischen Mächte (USA, EU, usw.) Kriegshetze, rauben die unterdrückten Länder aus und schaffen damit immer mehr Arbeitersklaven, Millionen von Flüchtlinge und Armen überall auf der Welt. Syrien, Nordafrika, Afghanistan, Palästina, … tausende sind die Opfer des imperialistischen Terrorismus.

Die imperialistischen-kapitalistischen Kräfte müssen allerdings mit dem Widerstand und dem Kampf der Völker rechnen! In Europa und den Arabischen Ländern erheben sich hunderttausende Menschen gegen ihre Regierungen, aber auch gegen die Imperialisten, die ihre Länder ausbeuten. Außerdem stoßen sich mehrere Befreiungsbewegungen auf der Welt (Indien, Nepal, Philippinen, Palästina, usw.) mit den imperialistischen Machthabern zusammen, und führen einen erfolgreichen bewaffneten Kampf. Die Solidarisierung mit der Kämpferinnen auf der Welt ist eine wichtige Waffe der Völker! Einerseits solidarisieren wir uns mit den kämpfenden Völkern, andererseits entwickeln wir den Widerstand in unserem eigenen Land und verbinden unseren Kampf mit dem Kampf in anderen Ländern, für unsere gemeinsame Interessen, gegen die gemeinsamen Feinden.

Unter diesen Bedingungen, um dem imperialistischen-kapitalistischen System richtige Schläge zu versetzen, ist es notwendig, dass die Arbeiterklasse gemeinsam mit den breiten Volksmassen einen entschlossenen Kampf gegen Kapitalismus-Imperialismus entfaltet und führt. Das sollte die Botschaft für den diesjährigen Arbeitstag sein, ein Kampfaufruf gegen die Politik der Armut, der Arbeitslosigkeit und der Faschisierung. Die Arbeiterinnenklasse mit ihrem Klassenkampf, die Völker mit ihren sozialen, demokratischen und antiimperialistischen Kämpfen sollten diesen Weg gehen, durch die Verstärkung des Widerstands gegen die kapitalistische Ausbeutung, gegen die imperialistische Kriegspolitik, die militärische Interventionen und die Ausplünderung der abhängigen Ländern.

 

1. Mai – Arbeitstag gegen das imperialistische-kapitalistische System!

Nieder mit den imperialistischen Kriegen und Interventionen!

Hoch die internationale Solidarität!

Termine

27.4. 2013 – Wien

Vorbereitsungstreffen und Party: Auf zum 1.Mai!
ab 19:00 im Amerling Haus (Stiftgasse 8, 1070 Wien /U3, 49, 48a)

1. Mai 2013 – Wien

Ab 10.00 Uhr bei der Oper (U2, U1, U4 Karlsplatz), beim Transparent des Revolutionären Aufbaus („Voran im Kampf um die Rechte der Arbeiterklasse und Volksmassen“)

Zypern: das Zentrum der imperialistischen Antagonismen zwischen USA-EU-Russland

Zypern. Die Insel Aphrodites, die sich gegenüber der Küste des brennenden Syriens, in der Nähe von allen brennenden Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas, nördlich von Suezkanal und neben Israel, in einem Becken mit großem Energiereichtum und wichtigen Energietransportrouten befindet. Zypern hat vor allem eine wesentliche geostrategische Lage im östlichen Mittelmeer.

Der zypriotische Staat hat vor kurzer Zeit noch den Erfolg der Zusammenarbeit mit den USA, Israel, der EU und Russland im Rahmen der „gemeinsamen Erdgasgewinnung“ gefeiert. Doch konnten die Feiern nicht so lange dauern… Die Illusionen, dass das Erdgas, das in großen Mengen in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Zyperns gefunden wurde, das Land sehr reich machen würde, mussten sich auflösen. Die raschen Entwicklungen in Zypern haben noch einmal bewiesen, dass wo die Imperialisten sich einmischen, sind immer die schwachen Länder und deren Völker die Opfer ihre Antagonismen und ihre Krise. Das zypriotische Volk hat nämlich die Wirtschaftskrise und den Angriff des kapitalistischen-imperialistischen Systems sehr rasch und heftig erlebt.

 

Geschichte und Lage Zyperns

Die Gründe und die Bedeutung dieser Entwicklung sind tiefer als die „Rettung“ eines Landes und die Ersparnis von ein paar Milliarden. Sind eigentlich die 5-6 Milliarden, die durch die Kürzungen gespart werden, genug um die „Rettung” eines kleinen Landes zu einem zentralen internationalen Thema zu machen? Die Sparmaßnahmen schauen unwichtig aus, im Vergleich zu den Interessen der Imperialisten, die diese Intervention vertritt. Deswegen auch die allgemeine „Unruhe“, die die Entwicklungen in Zypern gebracht haben.

Um die Bedeutung der imperialistischen Intervention in Zypern zu verstehen, ist ein Rückblick in die Geschichte Zyperns und eine Erklärung der aktuellen Lage notwendig. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs verdrängt die USA die alten Kolonialmächte aus der Insel (Großbritannien, Frankreich) und nimmt die Mehrheit der Erdöl-Lagerstätten unter Kontrolle. Seitdem ist Zypern ein Zankapfel im Mittelmeer, wo die Interessen der Imperialisten zusammenstoßen: früher die Interessen der USA mit den Interessen Großbritanniens, heutzutage die Interessen der USA mit den Interessen der EU (hauptsächlich Deutschlands) und mit den Interessen Russlands. Die abhängige Bourgeoisie Griechenlands, Zyperns und der Türkei haben immer die Interessen der Imperialisten bedient. Mit der Hilfe der USA hat die Invasion der türkischen Armee 1974 zur de facto Zweiteilung Zyperns in Nordzypern und Südzypern geführt. Seitdem wurden mehrere Lösungen zum Zypern-Konflikt von der UNO, immer im Interesse der Imperialisten, vorgeschlagen. Der letzte Annan-Plan hätte die Zweiteilung der Insel legalisiert und den USA den Vorteil gegeben, ihre militärischen Basen zu erweitern. Im April 2003 ist Zypern der EU beigetreten und ein Monat später hat das zypriotische Volk den Annan-Plan abgelehnt. Die Medien haben damals behauptet, dass der Beitritt zur EU den Frieden und die Sicherheit Zyperns gewährleisten könnte; sie haben jedoch das Ziel der EU-Mächte, Deutschland und Frankreich, mehr Einfluss und Kontrolle zu gewinnen, komplett „übersehen“. In den letzten Jahren hat auch Russland die politischen und ökonomischen Beziehungen mit Zypern verstärkt. Ein Viertel der Geldanlagen in den zypriotischen Banken sind nämlich russisch und Zypern ist ein Paradies für die russischen off-shore Firmen.

In diesem Rahmen war Zypern immer das Zentrum des Konkurrenzkampfs zwischen mehreren imperialistischen Kräfte, den USA, der EU (bzw. den einzelnen EU Mitgliedern) und Russland. Die Krise des imperialistischen Systems verschärft die Konkurrenz, die wiederum die Krise in einem Teufelskreis treibt. Nach der Intervention in Libyen und der Schlacht in Syrien, wird es immer klarer, dass die Antagonismen zwischen den Imperialisten viele Risiken für die gesamte Region des südöstlichen Mittelmeers bringen. Die Lage Zyperns ist in dieser Region strategisch und geopolitisch am wichtigsten für die Imperialisten: die Insel ist ein Energietransport-Hub zwischen Europa und Asien und vor ihrer Küste befinden sich reiche Erdgas- und Erdöllagerstätten. Außerdem wurde Zypern immer als „unsinkbarer Flugzeugträger“ und Sprungbrett für die imperialistischen Interventionen und Expansion betrachtet.

In der letzten Zeit hat der russische Imperialismus versucht, beim Konkurrenzkampf um die Herrschaft über die Bodenschätze und die Energietransportrouten seine Stellung zu verbessern. Außerdem will er seine militärische-strategische Lage auf der Insel stärken (vor allem heute, wo die russischen Basen in Syrien wegen des Kriegs problematisch werden und zu wackeln beginnen) und verlangt Nutzungsrechte in den Häfen Zyperns für die russische Flotte. Die Bemühungen Russlands um eine verbesserte Rolle in Zypern während der globalen Wirtschaftskrise und Verschärfung derKonkurrenz, regen die amerikanischen und europäischen Imperialisten natürlich auf.

 

Rettungsplan oder imperialistische Intervention?

Deutschland hatte mit dieser Intervention vor (basierend auf seiner starken Wirtschaft und der hegemonialen Position in der EU) mehr Macht gegenüber Russland und den USA zu gewinnen und seine Hegemonie in der EU zu festigen. Das erklärt auch wieso die deutsche Bourgeoisie sich Zypern ausgewählt hat, um ihren rachsüchtigen „Rettungsplan“ durchzusetzen. In Luxemburg und in Malta sind nämlich beispielsweise die Spareinlagen 22 Mal bzw. acht Mal so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt des Landes. Weiter die deutsche Bourgeoisie die russischen Bankanlagen rausschmeißen und die zypriotische Bourgeoisie mehr unter ihre Kontrolle bringen. Mit diesem „Rettungsplan“ geht es um einen aggressiven geopolitisch-strategischen Schritt Deutschlands gegen Russland, die anderen Imperialisten Europas und die USA. Obwohl die anderen europäischen und amerikanischen Imperialisten ebenso Russlands Politik abwehren wollen, sind sie auch mit der privilegierten Lage Deutschlands in der Region nicht zufrieden. Dies erklärt das Handeln der zypriotischen Regierung: am Anfang hat sie den deutschen Plan angenommen, den das Parlament danach abgelehnt hat. Sowohl die Intensivierung der Antagonismen zwischen den Imperialisten, als auch der Widerstand des zypriotischen Volkes, haben die Ablehnung des Plans durch die zypriotische Regierung in einer ersten Phase ermöglicht.

Deutschland hat zwar einen für die imperialistischen Pläne wichtigen Schritt gemacht, das bedeutet aber nicht, dass die Beziehungen sich so schnell ändern können, und vor allem nicht friedlich und ohne Zusammenstoß zwischen den imperialistischen Mächten.

Die Intervention Deutschlands durch die Troika hat noch eine weitere Bedeutung. Die Troika führt in Zypern nicht nur die Sparmaßnahmen ein, die sie ebenso in den anderen Ländern Südeuropas erpresst hat: Kündigungen, Lohnkürzungen, Abbau der Versicherungskassen und des Gesundheitssystems, Privatisierungen und Ausverkauf des Landes und der Energieressourcen, usw. Sie plündert durch die Kürzungen der Bankanlagen große Teile der Ersparnisse der Zyprioten aus. Das zypriotische „Rettungsmodel“ stellt sich somit auch als „Vorbild” für die „Rettung“ anderer kleiner Länder dar. Das war vor allem eine klare Botschaft gegenüber dem zypriotischen Volk, aber auch gegen andere Völker Europas, dass sie nicht nur mit ihrem Lohn und Steuern die Krise zahlen werden, sondern auch mit ihren Ersparnissen und anderen drastischen und schmerzhaften Sparmaßnahmen. Dieses Beispiel wird als Mittel der Terrorisierung anderer Länder, die ihre „Staatsschulden nicht zahlen“ können, verwendet werden.

 

Was kommt noch?

Die zypriotische Bourgeoisie ist dafür verantwortlich, dass das Land ein Zentrum des Konkurrenzkampfs zwischen der Imperialisten geworden ist, was das zypriotische Volk in neue „Abenteuern” führt. Diese Bourgeoisie hat das Land in ein Steuerparadies für das fremde Kapital und off-shore Firmen verwandelt. Aus diesem Grund ist der übergroße Banksektor entstanden. Die zypriotische Regierung hat dem deutschen Plan mit den schlechtesten Bedingungen für das Volk Zyperns zugestimmt, und danach hat sie versucht den „Rettungsplan” zu beschönigen: dem Ministerpräsident Zyperns hat es zwar „leid getan“, aber er meint gleichzeitig „was wäre ohne diese Vereinbarung geschehen” und „die Sparmaßnahmen sichern die Perspektive der Entwicklung des Landes”. Anastasiadis, der Verfechter des Westens und des Annan-Plans wird von den USA unterstützt. Seine Regierung will sich stärker der NATO annähern und hat daher eine „NATO-Partnerschaft für den Frieden“ (NATOPP, wie sie auch Österreich hat) beschlossen. Außerdem hat schon die Diskussion für einen neuen reaktionäreren Annan-Plan angefangen. Die USA, die bis jetzt ziemlich unbeteiligt die Entwicklungen beobachtet, wird sicher bald eine aktivere Rolle spielen.

 

Der gemeinsame Kampf der Völker Zyperns, Griechenlands und der Türkei ist notwendig

Die Verschärfung der Widersprüche zwischen den Imperialisten, die Bemühungen der imperialistischen Kräfte um mehr Kontrolle und Einfluss auf abhängige Länder, werden ständig zu Konflikten und blutigen Invasionen und Auseinandersetzungen führen. Die Krise in Zypern betrifft direkt auch die Völker Griechenlands und der Türkei. Der Konkurrenzkampf der Imperialisten für ihre Interessen in Zypern, birgt viele Gefahren für die Völker Zyperns, Griechenlands und der Türkei in sich. Es wird in diesem Fall keine friedliche Lösung für die Interessen des zypriotischen Volkes geben, solange die abhängigen Bourgeois in Griechenland, Zypern und der Türkei herrschen. Jede „Lösung” für den Zypern-Konflikt ist für das zypriotische Volk gefährlich, solange das Volk sich nicht gegen seine Ausbeuter erhebt und seine eigene Lösung einsetzt. Die griechischen und türkischen Zyprioten in Zypern haben nur einen Weg, um den Frieden und den Fortschritt zu sichern: die Verstärkung des gemeinsamen antiimperialistischen Kampfes, gegen Nationalismus, gegen die abhängige zypriotische Bourgeoisie, gegen ausländische Armeen und fremde „Garanten” auf der Insel. Für ein einheitliches und unabhängiges Zypern!

Brief von einer Kolumbianerin

Wien, 24.02.2013

Abschied von Österreich

Elf Jahre habe ich in diesem wunderbaren Land verbracht, hier gelebt, gelacht, gelernt. Nun ist es Zeit, mich zu verabschieden, doch nicht, ohne zuvor meine Geschichte zu erzählen, in der Hoffnung, dass sie Menschen in ähnlichen Situationen in irgendeiner Weise hilfreich werden könnte.

Meine Vorgeschichte

Ich bin 1984 in Kolumbien geboren. Nachdem ich ein Jahr als Austauschschülerin bei einer österreichischen Familie in Vöcklabruck/OÖ gelebt und dort auch nebenbei Sozialarbeit gemacht hatte, war ich von diesem Land, seinen Leuten und seiner Kultur fasziniert. Ich beschloss daher, nach meinem Schulabschluss in Kolumbien, in Österreich zu studieren. Dies wäre nicht möglich gewesen ohne Unterstützung der österreichischen Regierung. Dank eines Abkommens der Universität Wien mit dem Staat Kolumbien wurden mir die Studiengebühren erlassen, und ein Stipendium für StudentInnen aus Entwicklungsländern, das sogenannte „Eine-Welt-Stipendium“, sorgte dafür, dass ich ohne finanzielle Probleme mit Disziplin und Begeisterung meinem Diplomstudium der Politikwissenschaft nachgehen konnte. Ich absolvierte dieses trotz anfänglicher Sprachschwierigkeiten in 6 Jahren, von 2004 bis 2010. Im Jahr 2012 beendete ich schließlich mein Zweitstudium, den Master of Arts für höhere Lateinamerika Studien. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen in diesem Land als Migrantin war es mir im Rahmen meiner Masterarbeit ein besonderes Anliegen, mich intensiver mit der Thematik der Migrations- und Integrationsforschung zu beschäftigen. Daher verfasste ich meine Masterarbeit, eine qualitative Interviewanalyse, zum Thema „Migration-, Integration-, und Identitätsprozesse lateinamerikanischer Migrantinnen in Wien“.

Meine Erfahrungen mit der „Rot-Weiß-Rot Karte“

Bereits nach Abschluss meines ersten Studiums begab ich mich 2010 auf die Suche nach einem Arbeitsplatz in Österreich und erfuhr zum ersten Mal die Schwierigkeiten, die dies – als Migrantin – mit sich brachte. Ich absolvierte einige Vorstellungsgespräche, doch trotz Interesses an meiner Person war keine ArbeitgeberIn dazu bereit, die bürokratischen Hürden und die Wartezeit von ca. 8 Wochen für die Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung auf sich zu nehmen, die die Anstellung einer Person wie mir aus einem Drittstaat mit sich gebracht hätte. Bei einem Beratungsgespräch riet man mir (2011), doch noch einige Zeit zu warten, da in Bälde ein neues Gesetz erlassen werden würde, welches einige Erleichterungen für meinen Arbeitsmarktzugang mit sich brächte. Da ich noch keinen Job gefunden hatte, um mich selbst über Wasser zu halten, suchte ich um ein weiteres Stipendium an und konnte mit dessen Hilfe auch mein Zweitstudium beenden. Im Juli 2011 trat dann das Fremdenrechtsänderungsgesetz in Kraft, in dem die Zulassungskriterien zum Arbeitsmarkt für StudienabsolventInnen geregelt werden und von dem ich mir sehr viel erhoffte. Ich begann erneut meine Jobsuche und geriet so in den Teufelskreis der sogenannten „Rot-Weiß-Rot Karte“.
Nachdem meine Aufenthaltsbewilligung für Studierende im September 2012 ablief, bekam ich eine Aufenthaltsbestätigung für 6 Monate –  theoretisch genug Zeit, um einen Job zu finden. Praktisch jedoch war es mir unmöglich, einen Arbeitsplatz zu finden, der alle Auflagen erfüllt,  die vom Staat verlangt werden. Ich sollte eine Langzeitanstellung mit einem Bruttogehalt von mindestens € 1.903,50 (im Jahr 2011/12) bzw. € 1.998 (2013) finden. Die Möglichkeit, dieses Einkommen in Mehrfachbeschäftigungen zu verdienen, wird einem verwehrt, genauso die Option von Kurzzeit-Projekten, Selbstständigkeit oder Werkverträgen. Für AbsolventInnen aus bestimmten Studienrichtungen, vor allem der Sozial u. Geisteswissenschaften, und mit wenig Berufserfahrung ist es besonders schwer, gleich nach dem Studium eine Stelle zu bekommen, die alle diese Voraussetzungen erfüllt. Ein weiteres Problem für mich war, dass man während der 6 Monate der Arbeitssuche auch nicht für weniger Geld als € 1.998 arbeiten darf, was für mich bedeutete, wieder auf die finanzielle Unterstützung meiner Eltern angewiesen zu sein.
Die Arbeitsbewilligung bzw. die Rot-Weiss-Rot-Karte wird nur dann verliehen, wenn der/die ArbeitgeberIn die jeweiligen Anträge stellt. Nach meiner Erfahrung ist es für den/die ArbeitgeberIn sehr oft zu mühsam, eine Arbeitsbewilligung für eine „Ausländerin“, „Migrantin“, bzw. „Nicht-EU-StaatsbürgerIn“ zu beantragen. Außerdem dauert es, nachdem alle bürokratischen Hürden genommen sind, noch bis zu 8 Wochen, bis die Person dann tatsächlich zu arbeiten beginnen darf. Diese Wartezeit können und/oder wollen sich viele Unternehmen nicht leisten bzw. gibt es häufig bequemere Varianten für Unternehmen StudienabsolventInnen einzustellen. Ich wurde also für viele Stellen nicht berücksichtigt, da mir die Arbeitsbewilligung und/oder die Arbeitserfahrung fehlten. In diesem Zusammenhang stelle ich mir die Fragen: Wie sammelt man Erfahrung, wenn man nicht arbeiten darf? Wie bekommt man eine Arbeitserlaubnis, wenn man die Arbeit auf Grund des Fehlens einer solchen Arbeitserlaubnis nicht bekommt? Für wieder andere Arbeitsplätze, an denen ich als Studentin arbeiten durfte, wurde ich plötzlich als überqualifiziert bezeichnet, da ich schon „zwei Titel“ hatte.
Diejenigen Angebote, die ich trotz der eben genannten Schwierigkeiten erhalten habe, scheiterten an den weiteren gesetzlichen Auflagen. Ich erhielt zum Beispiel ein Angebot für eine 20-Stunden-Anstellung mit einem Einkommen von € 1.600 und hätte in Kombination mit einer Zweitanstellung sicher das Mindestgehalt erreicht, doch leider musste ich ablehnen, da Mehrfachbeschäftigungen nachzugehen nicht möglich ist. Bezüglich der Höhe des Mindestgehaltes möchte ich anmerken und hervorheben, dass viele meiner österreichischen StudienkollegInnen – aus dem Bereich der Geisteswissenschaften – bis zum heutigen Tag nicht gelungen ist, eine Anstellung mit einem Bruttogehalt von mindestens € 1.998 zu finden.
Im Dezember 2012 erhielt ich ein weiteres Jobangebot von einer internationalen Organisation. Es handelte sich um eine projektbezogene Anstellung, wie sie in meinem Arbeitsfeld durchaus üblich ist. Da, um bei einer internationalen Organisation zu arbeiten, keine Arbeitsbewilligung erforderlich ist, und mein Verdienst das gewünschte Mindestgehalt weit überstieg, durfte ich den Job annehmen.
Für meinen Aufenthaltstitel reichte diese Beschäftigung leider abermals nicht aus, da ich vorerst auf Werkvertragsbasis angestellt wurde und mir auf Grund der Projektbezogenheit keine Fixanstellung verliehen werden konnte. Zwei Wochen vor Ablauf meines Visums wurde mir ein weiteres für mich sehr interessantes Jobangebot unterbreitet, das ebenfalls aufgrund eines Werkvertrages für meine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung wertlos ist.

Die zuständigen Behörden und Beratungsstellen

In den vergangenen Monaten der Arbeitssuche wandte ich mich an diverse Beratungsstellen und zuständige Behörden, um Auskunft zu bekommen bzw. mich im Paragraphendschungel der mich betreffenden österreichischen Gesetzeslage besser zurechtzufinden. Leider hörte ich oftmals, mein Fall sei zu speziell, und ich hatte das Gefühl, dass niemand richtig für die Belange von ausländischen StudienabsolventInnen zuständig ist, obwohl es unzählige junge Menschen gibt, die, ähnlich wie ich, genaue Informationen bezüglich der Rot-Weiß-Rot Karte brauchen. Es herrscht in meinem erlebten Fall Unwissenheit oder auch Unwillen unter den so genannten ExpertInnen, und oftmals musste ich den zuständigen Personen die rechtliche Lage erklären und nicht umgekehrt. Von einer Person zur nächsten geschickt zu werden, um dann wieder keine brauchbaren Antworten zu erhalten, war anstrengend und kostete wertvolle Zeit und Energie.

Die Frage der Integration

Die Integration von AusländerInnen ist in Österreich ein großes Thema, das auch medial sehr präsent ist. Für mich ist Österreich nach meinen fast 11 Jahren Aufenthalt zur zweiten Heimat geworden, in der ich sehr gerne weiter leben und arbeiten möchte. Alles, was von meiner Seite aus möglich war, um mich zu integrieren, habe ich getan. Beginnend mit dem Erwerb der deutschen Sprache über die soziale und kulturelle Integration, die mir durch meine zahlreichen österreichischen FreundInnen und Bekannte ermöglicht wurde, bis zum ehrenamtlichen Engagement in diversen Organisationen wie z.B. Grenzenlos, der Volkshilfe oder dem Internationalen Versöhnungsbund erfülle ich alle Bedingungen, die so oft als Voraussetzungen für eine gelungene Integration genannt werden. Ich wurde sogar für das MentorInnenprogramm für MigrantInnen ausgewählt, das von der Wirtschaftskammer, dem österreichischen Integrationsfonds und dem AMS gegründet wurde, um qualifizierte MigrantInnen beim Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Leider brachte auch dieses Programm für mich bislang keinen Erfolg.

Meine aktuelle Situation

Die 6-monatige Frist, die mir gesetzt wurde, um nach meinem Studium in Österreich Arbeit zu finden, ist am 6. März 2013 zu Ende. Es scheint, dass ich in weniger als 2 Wochen dieses Land, in dem ich mich nun fast elf Jahre eingelebt habe, verlassen muss. Meine Gefühle sind widersprüchlich. Einerseits bin ich froh, dass ich, im Gegensatz zu anderen MigrantInnen – oder sogar AsylantInnen – in Österreich, überhaupt in mein Heimatland Kolumbien zurückkehren kann. Andererseits fühle ich mich ohnmächtig und wütend, da ich alles versucht habe, um in Österreich eine geeignete Arbeitsstelle zu finden, aber schließlich an einem rigiden System und unerfüllbaren gesetzlichen Vorlagen gescheitert bin. Der Staat Österreich hat mir durch Stipendien zwei Studien finanziert, und nun wollte ich als in Österreich bestens ausgebildete Akademikerin dem Staat durch meine Arbeitskraft etwas zurückgeben, denn auch mit den geringeren Gehaltsangeboten wäre ich zur Steuerzahlerin geworden.
Ich frage mich, warum so vielen jungen ausländischen Menschen in Österreich zu studieren ermöglicht wird, wenn ihnen einige Jahre später wesentliche Hürden gestellt werden in Österreich dauerhaft arbeiten und leben zu können? Der Staat Österreich präsentiert die Rot-Weiß-Rot Karte als ein Mittel, mit dessen Hilfe qualifizierte Arbeitskräfte scheinbar mühelos Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt erhalten. Obwohl die Karte im Vergleich zum vorherigen Prozedere einige Erleichterungen mit sich bringt, möchte ich mit meiner Geschichte darauf aufmerksam machen, mit welchen Hürden ausländische StudienabsolventInnen in Österreich dennoch zu kämpfen haben. Ich selbst werde voraussichtlich Anfang März diesem Land den Rücken kehren, und meine Arbeitssuche in Kolumbien fortsetzen. Ich werde erleichtert sein, nicht mehr unter diesem Druck der letzten Monate leiden zu müssen. Was mir jedoch Sorgen bereitet, ist die Situation derer, die hier bleiben, und mit ähnlichen Bedingungen zu kämpfen haben.

Mag.a Natalia Zambrano Jaramillo, MA.